OPTIMA - Die weltweit größte Psychotherapie-Studie



Worum geht es bei der Studie?

Psychotherapie wirkt. Das ist mittlerweile unbestritten.

Doch wie wirkt sie und welche Art der Psychotherapie hilft welchen Patienten?

 

Am Max-Planck-Institut für Psychiatrie gehen wir der Wirkungsweise verschiedener Psychotherapieverfahren auf den Grund. In unserer weltweit einzigartigen Studie OPTIMA (Optimized Psychotherapy Identification at the Max Planck Institute of Psychiatry)  sammeln wir eine Vielzahl an klinisch-psychologischen, bildgebenden und biologischen Informationen, die uns helfen sollen, Psychotherapie besser zu verstehen und Patienten zielgerichteter und individueller zu behandeln. Als PatientIn in unserer Klinik profitieren Sie von den neuesten Ergebnissen der Forschung in Form der entsprechenden Behandlungen und können gleichzeitig dazu beitragen diese immer mehr zu verbessern.

 

„Aktuell weiß man noch zu wenig darüber, welcher Patient von welcher Form der Therapie wie und warum profitiert. Das möchten wir ändern“, hält Johannes Kopf-Beck, wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Studienleiter fest.

 

„Ziel ist, Erkenntnisse über die biologische Wirkung von Psychotherapieverfahren zu gewinnen“, fasst Martin Keck, Studienleiter sowie Chefarzt und Direktor der Klinik am Max-Planck-Institut für Psychiatrie, zusammen.

Somit könnte ein fachübergreifendes, biologisch-fundiertes Verständnis einen wichtigen Schritt hin zu einer „personalisierten Psychotherapie“ leisten.


Das Studiendesign

In der Studie sollen in den nächsten acht Jahren circa 1000 an einer Depression leidende PatientInnen stationär in unserer Klinik oder in einer unserer Tagkliniken über einen Zeitraum von sieben Wochen intensiv psychotherapeutisch behandelt werden.

Als PatientIn können Sie von den neuesten Erkenntnissen aus Wissenschaft und Forschung in Form der entsprechenden Behandlungen profitieren und gleichzeitig dazu beitragen.

Sie werden einer der drei folgenden bewährten und wirksamen Psychotherapiegruppen zugeordnet:

Schematherapie

Die Schematherapie kombiniert Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie mit Elementen psychodynamischer Konzepte. Dadurch werden Emotionen, prägende Erfahrungen aus der Vergangenheit und die Beziehung zwischen PatientIn und TherapeutIn stärker als bei klassischer Verhaltenstherapie thematisiert.

Kognitive Verhaltenstherapie

Ziel der Verhaltenstherapie ist unter anderem der Erwerb von Fähigkeiten zur erfolgreicheren und befriedigenderen Gestaltung sozialer Beziehungen und des Umgangs mit eigenen Gefühlen. Ein weiteres Ziel kann die Förderung der Verarbeitung zurückliegender belastender Erfahrungen, aktueller Krisen und schwieriger Lebenssituationen sein.

Individuell-supportive Therapie

Diese Therapieform beinhaltet ein individuell auf die PatientInnen abgestimmtes Therapieprogramm, das sich aus dem vielfältigen therapeutischen Angebot der Klinik zusammensetzt. Im Vordergrund stehen die Vermittlung von Informationen über die Erkrankung sowie die Thematisierung individuell vorliegender Probleme.